FAQ Beurteilung der Wasserqualitaet


Suche :


Kontakt

 

Fragen und Antworten zum Thema Wasser


FAQ Beurteilung der Wasserqualität

Wie wird die Wasserqualität qualitativ beurteilt?

Um bestimmte Notwendigkeiten für eine Abwasserbehandlung festzulegen und um die richtige Wasserbehandlung zu wählen, müssen spezifische Verschmutzungen bestimmt und gemessen werden. Wasserverschmutzende Stoffe können in zwei Kategorien eingeteilt werden: gelöste Stoffe und Schwebstoffe. Schwebstoffe, wie Schlick oder Sand sind normalerweise für sichtbare Unreinheiten verantwortlich. Schebstoffe bestehen aus feinsten Partikeln, die weder aufschwimmen noch sedimentieren. Identifiziert werden durch sichtbare und messbare Kriterien: Trübung, Geschmack, Farbe und Geruch des Wassers:

- Schwebstoffe absorbieren Licht, und geben dem Wasser ein trübes Aussehen. Diese sogenannte Trübung kann mit verschiedenen Techniken gemessen werden, die den Widerstand des Wassers gegen eine Lichttransmission angeben.

- Per Geschmack können Verunreinigungen bis zu 10 ppm festgestellt werden. Jedoch kann nur festgestellt werden, dass eine bestimmte Verunreinigung vorhanden ist, diese kann aber nur schlecht spezifiert werden.

- Die Farbe kann Auskünfte über organische Unreinheiten geben. Eine Färbung des Wassers kann ebenso durch Metallionen ausgelöst werden. Die Farbe wird z.B. durch einen Spektrometer, oder durch Vergleich verschiedener Proben bestimmt. Ein Spektrometer mißt die Transmission von Licht in einer Substanz, um damit Konzentrationen von bestimmten Verschmutzern festlegen zu koennen. Wenn Wasser eine ungewoehnliche Farbe hat, muss dies aber nicht zwingend eine Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeuten.

- Geruchsbestimungen können sinnvoll sein, da man durch Geruch bereits geringe Verschmutzungen feststellen kann. 

Die Gesamtmasse an Schwebstoffen kann durch eine Filtration bestimmt werden. Die Probe wird durch eine Membran gepresst, getrocknet und ausgewogen. Schebstoffe werden in ppm ausgedrückt, bzw in mg/l.

Gelöste Stoffe werden in speziellen Laboratorien ausgewertet und dort identifiziert und quantifiziert.


Wie wird die Wasserqualität quantitativ beurteilt?

Die Wasserqualität kann durch eine Vielzahl von quantitativen Laboranalysen bestimmt werden, zum Beispiel durch den pH-Wert, Feststoffanteil, Schwebstoffe, Leitfähigkeit und durch mikrobielle Verschmutzung. 

Durch den pH-Wert wird festgelegt, ob eine Substanz sauer, neutral oder basich (alkalisch) ist; dies ist abhängig von der Anzahl der Wasserstoffionen in der Lösung. Wenn die Anzahl der Wasserstoffionen (H+) die der Hydroxidionen (OH-) übertrifft, ist die Substanz sauer. Die pH-Skala ist folgendermaßen eingeteilt:

 

                     pH

0 1 2 3 4 5 6    7     8 9 10 11 12 13 14  

sauer           neutral                basisch

 

Der pH-Wert spielt in vielen Bereichen der Wasserreinigung eine wichtige Rolle, ebenso bei der Einstufung von Wasservorräten. Der pH-Wert kann durch verschiede Analysemethoden bestimmt werden, wie Universalindikatoren oder pH-Meter.


Der Feststoffanteil im Wasser ist als die Summe von Schebstoffen und gelösten Feststoffen im Wasser. Hierzu wird eine Wasserprobe getrocknet und der Rückstand abgewogen. Feststoffe können organische oder anorganische Substanzen oder auch Mikroorganismen sein, sowie größere Partikel wie Ton oder Sand sein.

Die Leitfähigkeit beschreibt die Fähigkeit, elektrischen Strom zu leiten. Hierzu müssen Ionen im Wasser vorhanden sein (entionisiertes Wasser z.B. ist ein Isolator). Leitfähigkeitsmessungen sollen also einen Aufschluss über die Anzahl von Ionen im Wasser geben. Für die Messung werden spezielle Leitfähigkeitsmesser verwendet, die Einheit ist Siemens (S).

Mikrobielle Verunreinigungen des Wassers können in solche Organismen eingeteilt werden, die die Fähigkeit besitzen, Reproduktion und Replikation zu betrieben und solche, die diese Fähigkeit nicht besitzen. Mikrobielle Verschmutzungen kann z.B. eine bakterielle Verschmutzung sein, oder eine solche durch Pyrogene. Diese sind bakterielle Stoffe, die Fieber in Warmblütern verursachen können. Ebenso möglich ist eine Virenverunreinigung.

Weitere analytische Messgrößen sind die Bestimmung des gesamten organisch gebundenen Kohlenstoffs (TOC; engl.: total organic carbon), oder des chemischen und des biologischen Sauerstoffbedarfs (CSB,BSB). Beim BSB wird der gelöste Sauerstoff bestimmt, der nötig ist um organiches Material abzubauen (Einheit: mg/l). Dieser Test dauert 5 Tage, deshalb wird der Test als BSB5-Test bezeichnet. Bei dem chemischen Sauerstoffbedarf werden organische und anorganische Stoffe im Wasser gemessen (Einheit mg/l), dieser Wert drückt die Menge an gelösten Sauerstoff aus, der benötigt wird um eine vollständige chemische Oxidation der Verunreinigungen zu erreichen.

Um unklare Begriffe zu klären benutzen Sie bitte unser Wasser-Lexikon.

Zögern Sie nicht, uns bei weiteren Fragen zu kontaktieren!


[ Home ] [ Zurück ] [ Mehr Info ]

Copyright © 1998-2008 Lenntech Wasseraufbereitung und Luftreinigung.
Rotterdamseweg 402 M
2629 HH Delft Niederlande
Deutschland - Österreich - Schweiz
Tel. +31-15-27.55.705
Fax. +31-15-26.16.289
info@lenntech .com