Quecksilber


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Zu den problematischen Schwermetallen gehört auch Quecksilber. Das Metall kommt in der Natur normalerweise nicht in elementarer Form vor. Die bekannteste Verbindung ist wahrscheinlich Zinnober, der als roter Farbstoff schon von den Ägyptern eingesetzt wurde. Zinnober (Quecksilbersulfid HgS) ist das wichtigste Quecksilbererz zur Gewinnung des relativ seltenen Metalls. 

Verwendung findet Quecksilber als Amalgam (Quecksilberlegierung) in Zahnfüllungen, bei der Chloralkalielektrolyse, in Quecksilberdampflampen (senden Licht im UV- Bereich aus) und in Baro-, Hydro- und Thermometern. Relevant ist auch das Quecksilber in Batterien, in denen es für Probleme beim Recycling sorgt.

Als Emissionsquelle ist die Chloralkalielektrolyse (Amalgamverfahren) besonders relevant. Beim Amalgamverfahren der Chloralkalielektrolyse wird Quecksilber als Kathodenmaterial benutzt. Beim Reinigen der Anlage und der gewonnenen Natronlauge ist in der Vergangenheit viel Quecksilber in die Flüsse gelangt. Weitere anthropogene Emissionsquellen sind die Verbrennung von Kohle und Müll, sowie die Verhüttung. 

Über die Verbrennung quecksilberhaltiger Abfälle, gelangen Quecksilber und Quecksilberverbindungen über die Luft in den Boden, und weiter durch Auswaschung in die Gewässer. In den Gewässern setzen sich Quecksilber und anorganische Quecksilberverbindungen im Schlamm ab, wo sie von Mikroorganismen zu organischen Quecksilberverbindungen (Organoquecksilberverbindungen, besonders Methyl- Quecksilber) umgesetzt werden. Diese Verbindungen lagern sich in den Wasserbewohnern an, worüber sie wiederum in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Besonders Raubfische enthalten deshalb hohe Quecksilbergehalte.

Für den Menschen sind Quecksilberdämpfe (z.B. durch ein zerbrochenes Quecksilberthermometer) und die Aufnahme von Quecksilbersalzen über das Trinkwasser und die Nahrung sehr schädlich. Akute Vergiftungen, äußern sich durch Zittern, Schleimhautentzündungen, Seh- und Hirnstörungen, blutigen Durchfall, Erbrechen, Nierenversagen und Kreislaufzusammenbruch.

Bei einer Vergiftung werden lebensnotwendige Enzyme blockiert, die Folge ist eine Schädigung der Körperzellen. Vor allem Nieren- und Nervenzellen sind betroffen.

Die Quecksilberemission ist in den Jahren zwischen 1985 und 1995, in Deutschland um 80% gesenkt worden.

Links:

Eigenschaften von Quecksilber

http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/quecksilber.htm


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