pH- Abhängigkeit von Ozon


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Ozon ist nicht alleine ein sehr gutes Oxidationsmittel. In Wasser, unter normalen Bedingungen (pH 5- 10: 25ºC), sind  Hydroxylradikale (OHº- Radikale) und Ozon wirksam. Hydroxylradikale haben ein noch höheres Redoxpotential als Ozon und verstärken die oxidative Wirkung damit. Das macht den Einsatz von Ozon wirksamer und ist eine gewünschte Nebenreaktion. OHº- Radikale können auch gezielt durch AOP’s (Advanced Oxidation Processes) gebildet werden.

Ob Ozon direkt oder über OHº- Radikale wirkt, hängt im wesentlichen von den Inhaltstoffen im Wasser und vom pH- Wert ab. Wie in der folgenden Darstellung zu entnehmen ist, führt ein saures pH- Milieu zur direkten Ozonisierung, während im alkalischen Milieu die OHº- Radikalbildung bevorzugt wird.

 

Grafik: zeigt den Ozonzerfall in Abhängigkeit der Zeit bei unterschiedlichen                  pH- Werten

Für einige Anwendungen kann ein saures bzw. alkalisches Milieu hilfreich sein, um eine Oxidation bestimmter Komponenten zu erzielen, die sich entweder besser direkt oder indirekt oxidieren lassen. Ausserdem lässt sich einschätzen, ob im Wasser gelöste und zu entfernende Stoffe, auf eine Ozonisierung reagieren. 

Weiter lässt sich einschätzen, inwieweit das Ozon auch längerfristig wirksam ist. Dazu ist aber neben dem pH- Wert, vor allem die Konzentration Ozon und die Art und Konzentration der Inhaltstoffe im Wasser maßgebend. Abhängig von den Inhaltstoffen, können diese Reaktionen katalysieren bzw. inhibieren, aber auch einfach nur oxidiert werden.

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