Insektizide


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Die Zahl der Insektenschädlinge wird auf etwa 10.000 weltweit geschätzt. Unterschieden, werden sie in Hygieneschädlinge (können Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen), Pflanzenschädlinge, Vorrats- und Frostschädlinge. Die Insektizide gehören zur Gruppe der Pestizide.

Wie die Herbizide und Fungizide, lassen sich auch die Insektizide in Untergruppen aufteilen. Je nach Aufnahme des Wirkstoffs durch das Insekt, unterscheidet man zwischen Atem-, Fraß- und Kontaktgiften sowie Oviziden und Larviziden (wenn die Eier bzw. Larven “beseitigt” werden sollen). Die Verteilung im Organismus des Schädlings erfolgt auf systemischen bzw. nicht- systemischen weg, je nach Art des Wirkstoffs.

Es gibt eine Anzahl natürlicher Insektizide, mit denen sich Pflanzen vor dem Schädlingsbefall schützen können. Die Tabakpflanze z.B. enthält das Alkaloid Nikotin, Chrysanthemenarten enthalten das natürliche Insektizid Pyrethrum, aus dem sich die Gruppe der Pyrethroide ableitet und die Knollenbohne (lat. Pachyr(r)hizus ahipa) enthält Wirkstoffe der Rotenoide. 

 

 

 

Aldrinstruktur

 

Die synthetischen insektiziden Wirkstoffe unterteilen sich in organische und anorganische, allerdings sind die anorganischen Insektizide in der BRD verboten. Sie enthalten Verbindungen wie Arsen- Präparate, Kryolith, Fluorosilikate, Cyanwasserstoff u.a. 

Organisch- synthetische Insektizide sind z.B. DDT (Dichlor- diphenyl- trichlorethan), Drine (Aldrin Dieldrin, Endrin), Lindan (Hexachlorcyclohexan, g- HCH) und Toxaphen (auch Camphechlor, mehrere hundert ähnliche Verbindungen cyclisch und acyclisch) sowie viele andere Verbindungen in unterschiedlichen Stoffgruppen. Die erwähnten org.- synth.- Verbindungen gehören zur Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe, von ihnen ist aber nur noch Lindan, mit Einschränkungen, zugelassen. 

Phosphorsäureester (Parathion (E605) heute verboten, Chlorpyrifos) und Carbamate (Carbofuran, Carbaryl) sind Verbindungen, die relativ gut biologisch abbaubar sind und sich relativ gut hydrolysieren lassen. Sie habe auch das gleiche Wirkungsprinzip, indem sie die Cholinesterase hemmen, und damit bei dem betroffenen Lebewesen eine Dauererregung hervorrufen, die zum Tot führt. Das ist auch der Grund, warum der Kontakt mit diesen Giften für den Menschen sehr problematisch ist.

 

 

 

 

Dieldrinstruktur

 

Gerade Mensche die durch die Arbeit mit diesre Art der Insektizide in Berührung kommen (z.B. beim Ab- und Umfüllen) sind gefährdet, denn schon relativ kleine Mengen sind in der Lage, Probleme zu verursachen. Für viele der Gifte gibt es Antidote, die bei Vergiftungen eingesetzt werden können.

Weitere Wirkungen der Insektizide sind z.B. die Hemmung des Aufbaus eine Chitinpanzers.

Ein Beispiel wie ein Mittel gegen Algen (Algizid) als Insektizid wirkt, bieten TBT (Tributhylzinn) und seine Verbindungen (metallorganisch). TBT wird für Schiffsanstriche benutzt, da seine Wirkung, die Veralgung des Schiffsrumpfes zu unterbinden, sehr gefragt ist. Probleme gibt es aber bei Schnecken, die in Hafennähe leben (in den Hafenbecken sind die TBT Konzentrationen sehr hoch, da sich Reste des Anstriches und das TBT dort gut sammeln), da sie sich, durch die Wirkung von TBT, nicht mehr vermehren können.

Eine andere Problematik ergibt sich durch die Resistenz, die Insekten gegen bestimmte Gifte entwickeln können. 

Ach kann der Einsatz gegenüber Insekten zwar zur Problembekämpfung bestimmter Insekten wirkungsvoll sein, damit aber das natürliche Gleichgewicht durcheinander werfen und Sekundärschädlingen (die vorher durch die bekämpfte Insektenart kontrolliert wurde) eine uneingeschränkte Vermehrung ermöglichen. Das ist der Grund, warum der integrierte Pflanzenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Links:

über Lindan

http://linoag.de/mess_lindan.html

 

über Phosphorsäureester:

http://www-ifam.med.uni-rostock.de/bkvo/m1307.htm

 

über TBT und Verbindungen

http://www.biomess.de/biomess-Site/tbt.htm

 

über integrierten Pflanzenschutz

http://www.gartenfreunde.de/presse/downloads/integr_Pflanzenschutz.pd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endrinstruktur


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