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Herbizide dienen dazu, Schadpflanzen, oft auf Grund ihrer Konkurrenz zu den Nutzpflanzen (Landwirtschaft) oder auf Grund ihres unerwünschten Wachstumsortes (z.B. Bahngleise, Industrieanlagen), zu bekämpfen. Hierunter fallen auch Mittel die den maschinellen Einsatz der Ernte vereinfachen oder auch erst ermöglichen. Beispiele sind hier z.B. der Einsatz von Entlaubungsmittel (Defoliantien) bei der Baumwollernte, oder Krautabtötungsmittel (Desiccanien) bei der Kartoffelernte. Sie gehören zu den Pflanzenschutzmitteln. Je nach Zeitraum des Auftrags und nach Pflanzenart, verwendet man unterschiedliche Herbizide. In vielen Fällen werden unterschiedliche Wirkstoffe kombiniert. Teilweise wirkt ein Herbizid auch auf unterschiedliche Art. So wird zwischen Kontakt- Herbiziden (Wirkung tritt bei Kontakt mit dem Herbizid ein) und systemischen- und nichtsystemischen Wirkstoffen (Verteilung innerhalb der Pflanze) unterschieden. Als systemische Aufnahme, wird die Aufnahme des Wirkstoffes durch Blätter oder Wurzeln genannt, wenn die Wirkstoffe über das Xylem (Röhrensystem innerhalb der Pflanze, das für den Wasser und Nährstofftransport sorgt) in der Pflanze verteilt werden. Es gibt Herbizide die über die Wurzeln aufgenommen werden (Boden- Herbizide) und solche, die über die Blätter (Blatt- Herbizide) wirken. Ein wichtiges Kriterium der Pestizide allgemein ist die Selektivität. Bei den Herbiziden wird zwischen Total- Herbiziden (vernichten die gesamte Vegetation), Semitotal- Herbiziden und selektiven Herbiziden (können sehr beschränkt Pflanzen eliminieren) unterschieden. Die Substanzen blockieren beim Schädling z.B. die Photosynthese, die Atmung oder den “Wuchsstoffzufuhr”. Es gibt auch Stoffe, die die Zellteilung verhindern (Keimhemmer), die Carotinsynthese oder die Lipid- Synthese ausschalten. Es gibt aber auch Stoffe bei denen der Wirkungsmechanismus nicht bekannt ist. Der Einsatz von anorganischen Herbiziden ist heute nur noch in speziellen Fällen von Bedeutung. In der Regel werden seit Mitte des 19. Jhd. organische Herbizide eingesetzt. Die meisten org. Herbizide gehören folgenden Verbindungsklassen an: Mineralöle, Phenole, Kohlen- und Thiokohlensäure-Derivate (z.B. Carbamate, Harnstoffe), Carbonsäuren u. Carbonsäure-Derivate, heterocyclische Verbindungen (z.B. Triazole, Pyrazole, Pyridine, Pyridazine, Pyrimidine, Triazine), Dinitroaniline, Phosphor-organische Verbindungen. Informationen über Inhaltsstoffe, gängiger Herbizide: http://www.sar.admin.ch/faw/docu/PSMV_d/pb_k6_d.html
Giftwirkung einiger Herbizide, geordnet nach Gruppen: http://www.gifte.de/herbizid.htm
allg. zu Nitrofen und Pflanzenschutzmitteln http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/umwelt/chemie/psm/herb/ |
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