Die durchschnittliche Konzentration von Xenon in Meerwasser beträgt wahrscheinlich höchstens 100 ppt. Dies überrascht nicht, wenn man weiß, dass sich auch in der Atmosphäre nur 0,086 ppm des Gases befinden. Als eines der Edelgase ist Xenon sehr reaktionsträge. Von daher reagiert das Element auch nicht mit Wasser. Einige Xenonverbindungen hydrolysieren in Wasser. Beispiele für Reaktionen dieser Art sind:
XeF4 + 2H2O -> 1/3 XeO3 + 2/3 Xe + ½ O2 + 4HF oder XeF6 + H2O -> XeOF4 + 2HF bzw. XeF6 + 3H2O -> XeO3 + 6HF Die Wasserlöslichkeit von Xenon beträgt bei 20oC und 1 bar 0,108 ml/ml.
Löslichkeit und wie diese beeinflusst werden kann Xenon kommt in der Natur nur in sehr geringen Mengen vor und hat auch einen relativ kleinen kommerziellen Nutzen. Zudem geht es bei den meisten Anwendungsgebieten um die Verwendung von gasförmigem Xenon, das auf diese Weise nicht zu Wasserverunreinigungen führt. Xenon wird aus flüssiger Luft extrahiert und kann anschließend etwa als Füllgas in Lampen verwendet werden. Wenn elektrische Entladungen durch das Gas geleitet werden, leuchtet dieses in einem Blauton, der in den ungefährlichen ultravioletten Bereich fällt. Auf diese Weise kann es für Sonnenbänke und in Lampen zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Inzwischen findet Xenon in Lampen vieler moderner Autos, in Blitzlichtern für Fotoapparate und beim Aktivieren von Lasern Verwendung. Auch für Straßenbeleuchtung wird es genutzt. Zudem wird das Element für Motoren in der Raumfahrt eingesetzt. Bis 1962, als es gelang eine Verbindung mit Platin und Fluor herzustellen, waren keine Xenonverbindungen bekannt. Inzwischen gibt es mehr als hundert dieser Verbindungen, die jedoch nur bei niedrigen Temperaturen stabil sind. Was Xenon in Abwässern angeht, so spielt eigentlich nur die mögliche Freisetzung radioaktiver Isotope in Abwässern von Atomkraftwerken eine Rolle. Xenon ist kein essentielles Element für Organismen. Weder das in der Luft enthaltene, noch das im Meer gelöste Xenon stellen eine Bedrohung für die Umwelt dar. Es gilt auch allgemein als nicht wassergefährdend. Xenon besitzt 9 stabile und 23 instabile Isotope. Radioaktives 133Xe wird in kleinen Mengen aus Kernkraftwerken freigesetzt. Größere Mengen können bei Nuklearunfällen in die Umwelt gelangen und dort Schaden anrichten. Dies geschah auch in Tschernobyl im Jahre 1986. Xenon ist für die menschlichen Körperfunktionen nicht essentiell und seine Menge im Körper daher auch sehr gering. Das gasförmige Element gilt als ungefährlich und könnte höchstens zu Erstickungen führen, indem es Sauerstoff aus der Lunge verdrängt. Dies geschieht jedoch erst bei sehr hohen Konzentrationen. Außerdem wirken Xenon-Sauerstoff-Gemische narkotisierend. Xenon hat keine Reiz- oder Warnwirkung, die auf einen erhöhten Gehalt in der Luft hindeuten könnte. Die größte Gefahr geht wohl vom radioaktiven Isotop 133Xe aus. Quellenangaben
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