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Reaktionen Löslichkeit Quellen Umwelt Gesundheit Wasserbehandlung
Die Strontiumkonzentration in Meerwasser liegt durchschnittlich bei etwa 8 ppm. Flusswasser enthält im Allgemeinen circa 50 ppb. In Austergewebe wurden 10 ppm (auf die Trockenmasse bezogen) gefunden. Wie und in welchen Verbindungen reagiert Strontium mit Wasser?Strontium reagiert langsam mit Wasser unter der Bildung von Strontiumhydroxid und Wasserstoffgas. Es reagiert schneller als Calcium, das direkt über ihm im Periodensystem steht, und langsamer als Barium, das unter ihm im Periodensystem steht. Die Reaktionsgleichung ist folgende: Wasserlöslichkeit von Strontium und/oder seinen VerbindungenStrontium ist nicht in Wasser löslich, sondern reagiert mit diesem. Strontiumverbindungen können hingegen sehr wohl wasserlöslich sein. Beispiele hierfür sind Strontiumcarbonat mit einer Wasserlöslichkeit von 10 mg/L und Strontiumchromat mit 9 mg/L. Wie kann Strontium ins Wasser gelangen?Das wichtigste strontiumhaltige Mineral ist Coelestin (Strontiumsulfat) gefolgt von Strontianit (Strontiumcarbonat). Hiervon werden jedes Jahr etwa 140000 Tonnen abgebaut. Das daraus hergestellte Metall ist nicht sehr gefragt, wird jedoch genutzt um letzte Luftreste aus Vakuumröhren zu entfernen. Als Carbonat wird es vor allem für die Herstellung von Fernsehbildschirmen verwendet. Dies ist gleichzeitig auch der Hauptverwendungszweck von Strontium. Es fängt die Röntgenstrahlen ab, die durch die elektrische Strahlung in der Kathodenstrahlröhre entstehen. Durch die zunehmende Verwendung von Flachbildschirmen, wird es zu diesem Zweck jedoch immer weniger benötigt. Strontium wird auch zur Veredelung von Legierungen genutzt und wurde in Form von Strontiumtitanat als Diamantimitat eingesetzt. Es brennt mit einer roten Flamme und ist daher gut geeignet für Feuerwerke und Warnlichter. Strontiumferrit wird in permanenten Keramikmagneten verwendet, die wegen ihrer hohen Koerzitivkraft und Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und Korrosion beispielsweise in kleinen Motoren verwendet werden. Welche Umweltprobleme können durch Wasserverunreinigung mit Strontium entstehen?Strontium ist nur in Einzelfällen ein für Organismen essentielles Element. Einige Tiefseeorganismen bauen es als Strontiumsulfat in ihr Gehäuse ein und Steinkorallen benötigen es ebenso. Pflanzen enthalten etwa 3-400 ppm dieses Stoffes (auf die Trockenmasse bezogen). Durch Ausfällung zu Strontiumcarbonat oder die Einlagerung in Muschelmaterial ist Strontium in der Umwelt meist immobil. Die höchsten Konzentrationen wurden in Wüsten und Waldböden gefunden. Welche Gesundheitseffekte kann Strontium im Wasser verursachen?Strontium ist zu etwa 4,6 ppm im menschlichen Körper enthalten. Hier hat es keinerlei Funktion, sondern wird wohl vor allem wegen seiner Ähnlichkeit mit Calcium absorbiert. Daher wird der größte Teil des aufgenommenen Strontiums auch in das Skelett eingebaut. Welche Wasserreinigungstechnologien können genutzt werden um Strontium zu entfernen?
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