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Reaktionen Löslichkeit Quellen Umwelt Gesundheit Wasserbehandlung
Bor ist zu 4-5 ppm in Meerwasser enthalten. In Flusswasser sind im Allgemeinen nur etwa 10 ppb dieses Elements anzutreffen. In der Meeresalge Lactuca wurden Borkonzentrationen von 8-15 ppm, in Miesmuscheln von 4-5 ppm (auf die Feuchtmasse bezogen) gefunden. Wie und in welchen Verbindungen reagiert Bor mit Wasser?Unter normalen Bedingungen reagiert Bor nicht mit Wasser. Bei Borverbindungen kann das sehr wohl der Fall sein. So reagiert beispielsweise der Bortrifluorid-Ethylether-Komplex mit Wasser, wobei Diethylether und BF3, sowie hochentzündliche Gase entstehen. Einige Borverbindungen, wie Bortriiodid, sind in Wasser hydrolysierend. Wasserlöslichkeit von Bor und/oder seinen VerbindungenBorsalze sind in der Regel gut wasserlöslich. Borsäure hat eine Wasserlöslichkeit von 57 g/L, bei Borax und Bortrioxid ist diese mit 25,2 bzw. 22 g/L etwas niedriger. Bortrifluorid ist mit 2,4 g/L deutlich schlechter in Wasser löslich und manche Borverbindungen, wie etwa Bornitrid, können sogar komplett unlöslich sein. Wie kann Bor ins Wasser gelangen?Die wichtigsten Gesteine, in denen Bor vorkommt, sind Kernit, Borax, Ulexit und Colemanit. Außerdem ist es in Schiefer und lehmreichen Gestein zu finden. In lufttrockenen Böden sind Borkonzentrationen von etwa 5-80 ppm anzutreffen. An besonders borreichen Standorten, wie etwa Fumarolen, ist das Element vor allem in Form von Borsäure, Boraten und Bormineralien zu finden. Inwiefern es an Tonmineralien gebunden wird, ist abhängig vom pH-Wert. Aus Boden und Gesteinen kann Bor durch Verwitterung auch in Gewässer gelangen. Welche Umweltprobleme können durch Wasserverunreinigung mit Bor entstehen?Bor ist für manche Organismen essentiell und scheint eine Rolle bei der Zellteilung zu spielen. Dies gilt etwa für Grünalgen, aber auch höhere Pflanzen. Ein Bormangel führt zu Wachstumsproblemen der Pflanze, und sie kann keine Zucker mehr mobilisieren. Die Borverbindung, die wahrscheinlich hauptsächlich aufgenommen wird, ist Borsäure. Pflanzen enthalten 30-75 ppm Bor (trockenmassebezogen), und ab Konzentrationen von etwa 100 ppm wird meist eine toxische Wirkung deutlich, die Ernteerträge vermindern kann. Während Gräser relativ hohe Konzentrationen des Elements tolerieren, sind Pinusarten meist sehr empfindlich. Im Allgemeinen benötigen jedoch Bäume im Verhältnis zu anderen Pflanzen die größten Mengen dieses Elements. Als tolerierbare Konzentration von Bor im Boden gelten 25 ppm. Welche Gesundheitseffekte kann Bor im Wasser verursachen?Der menschliche Körper enthält etwa 0,7 ppm Bor, welches als wahrscheinlich nicht essentiell für unsere Körperfunktionen gilt. Da das Element jedoch für Pflanzen essentiell ist, nehmen auch wir es mit unserer Nahrung auf. Die tägliche Einnahme liegt normalerweise bei etwa 2 mg, und die in Obst und Gemüse enthaltene Menge liegt deutlich unter der Grenze, die gesundheitsschädlich sein könnte. Welche Wasserreinigungstechnologien können genutzt werden um Bor zu entfernen?In der Natur kommt Bor vor allem als Borsäure und in Form ihrer Salze vor. Besonders Borsäure ist, wegen ihrer Ähnlichkeit mit Silikaten, mit Hilfe von Ionenaustauschern nur schwer aus dem Wasser zu entfernen. Die Trinkwassernormen von der EU und Deutschland geben eine maximale Borkonzentration von 1 mg/l vor. Die Empfehlung der WHO liegt bei 0,5 mg/l. Trinkwassernormen im VergleichZum Periodensystem der Elemente Zur Übersicht der Elemente und Wasser |
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