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Reaktionen Löslichkeit Quellen Umwelt Gesundheit Wasserbehandlung
Blei ist in Meerwasser in sehr geringem Maße enthalten (2-30 ppt). In Flusswasser liegt die Durchschnittskonzentration bei 0,3-30 ppb. Phytoplankton enthält circa 5-10 ppm Blei, bezogen auf die Trockenmasse, Süßwasserfische 0,5-1000 ppb und Austern 500 ppb. Wie und in welchen Verbindungen reagiert Blei mit Wasser?Unter normalen Bedingungen reagiert Blei nicht mit Wasser. An feuchter Luft läuft es allerdings an. An der Oberfläche des Metalls bildet sich eine dünne Schicht Bleioxid (PbO). Ist sowohl Luftsauerstoff, als auch Wasser vorhanden so kann metallisches Blei hiermit langsam zu Bleihydroxid reagieren: Wasserlöslichkeit von Blei und/oder seinen VerbindungenElementares Blei ist bei 20oC und 1 bar in Wasser unlöslich. Es kann aber als PbCO3 oder Pb(CO3)22- in gelöster Form auftreten. Ein bekanntes Beispiel für eine Bleiverbindung, die gut wasserlöslich ist, ist Bleizucker (Blei(II)-acetat), der seinen Namen aufgrund seines süßen Geschmacks erhielt. Wie kann Blei ins Wasser gelangen?Früher wurden oft Wasserleitungen aus Blei verwendet. In Altbauten sind diese noch immer zu finden. Ein Teil des Bleis kann hierbei aus den Leitungen herausgelöst werden. Da Blei jedoch leicht in Form von Carbonat gebunden werden kann, wird bei härterem Wasser weniger Blei gelöst. An der Innenwand der Bleirohre bildet sich dann eine Schicht aus schwerlöslichem basischen Bleicarbonat. Diese bildet eine Schutzschicht für das darrunterliegende Blei. Bei den Römern füllte man an Festtagen die Wasserleitungen mit Wein, welcher diese Schicht löste und Bleizucker bildete. Das bereits erwähnte Blei(II)-acetat, welches gut in Wasser löslich ist, wurde trotz seiner Giftigkeit bis zum 19. Jahrhundert genutzt um Wein und andere Lebensmittel zu süßen. Welche Umweltprobleme können durch Wasserverunreinigung mit Blei entstehen?Blei und Bleiverbindungen gelten als giftig und umweltgefährdend. Ökotoxikologisch sehr wichtig sind vor allem Blei(II)salze und Organobleiverbindungen. Bleisalze fallen in die Wassergefährdungsklasse 2 (WGK2) und sind somit wassergefährdend. Dies gilt auch für Bleiverbindungen wie Bleiacetat, Bleioxid, Bleinitrat und Bleicarbonat. Welche Gesundheitseffekte kann Blei im Wasser verursachen?Der Bleianteil im menschlichen Körper liegt bei etwa 120 mg. Der Darm eines Erwachsenen absorbiert etwa 10-20 % des aufgenommenen Bleis. Folgen hoher Bleiaufnahme können Koliken, eine graue Hautfarbe und Lähmungen sein. Allgemein gesagt sind die Symptome einer Bleivergiftung vor allem neurologischer und reproduktionstoxischer Art. Während organisches Blei verantwortlich gemacht wird für Nekrose von Neuronen, ist anorganisches Blei der Auslöser für axonale Degeneration und Demyelinisation. Beide Arten von Bleiverbindungen können zerebrale Ödeme und Kongestion verursachen. Organische Bleiverbindungen gelten als gefährlicher, da sie schneller vom Körper aufgenommen werden. Organische Bleiderivate können krebserregend sein. Welche Wasserreinigungstechnologien können genutzt werden um Blei zu entfernen?Zur Entfernung von Blei sind Koagulation, Sandfiltration und Ionenaustauscher sehr gute Möglichkeiten. Auch Aktivkohle kann verwendet werden und eventuell umgekehrte Osmose. Die Trinkwassernormen von WHO, EU und Deutschland geben alle eine maximale Bleikonzentration von 0,01 mg/L vor. In der EU und in Deutschland werden bis 2013 nog 0,025 mg/L hantiert. Trinkwassernormen im Vergleich
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