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Drahtgewebe werden hauptsächlich zur Filtration eingesetzt und können in einer Vielzahl von Materialen und Maschenweiten erworben werden.Jedes Material, das duktil genug ist, um einen Draht daraus herzustellen, kann für die Herstellung von Drahtgeweben verwendet werden. Bevorzugte Materialien sind Edelstahl und Monel (Nickellegierung). Weiterhin werden häufig Aluminiumlegierungen, unlegierter Kupferstahl oder beschichteter Weichstahl verwendet. Die minimale Drahtdicke ist abhängig von der verwendeten Legierung, der benötigten Gewebestärke, der Temperatur und von den Korrosionseigenschaften des Filtrats. Gewebeart und GewebefeinheitDrahtgewebe werden durch die Gewebeart und die Gewebefeinheit (Mesh) charakterisiert. Zwei Beispiele für Gewebearten können der Abbildung entnommen werden.
Die Gewebefeinheit wird durch die Anzahl der Maschen pro englischen Zoll (25,4 mm) ausgedrückt. Dazu wird einfach die Anzahl an Öffnungen von Drahtmitte zu Drahtmitte innerhalb von 25,4 mm bzw. 1 Zoll gezählt. Die Anzahl der Öffnungen entspricht der so genannten Mesh-Nummer. Ein 2 Mesh Drahtgewebe besitzt also 2 kleine Öffnungen innerhalb von 25,4 mm (siehe Abbildung). Ein 100 Mesh Gewebe verfügt über 100 Öffnungen usw. Daraus ergeben sich folgende Zusammenhänge.
Kette und SchußDie Längsrichtung einer Gewebebahn wird Kette, die Querrichtung Schuß genannt. Es werden nur Drähte verwendet, welche die hochgestellten Anforderungen an Durchmessertoleranzen, Streckgrenze und Drahtoberfläche erfüllen. MaschenweiteDie Maschenweite (L) ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Drähten. Dabei sollte beachtet werden, dass sich der Drahtdurchmesser (D) auf den Drahtdurchmesser vor dem Verweben bezieht. Durch den Webprozess kann sich der Drahtdurchmesser geringfügig verändern. Die Maschenweite kann mit den folgenden Formeln berechnet werden:
- die Metallsorte oder die Legierung Zum Beispiel:
Gewebegrößen werden häufig in Mikrometern (engl. micron) angegeben, wobei 1 Mikrometer einem Tausendstel Millimeter oder 25 Tausendstel Zoll entspricht. Offene SiebflächeAls offene Siebfläche wird der prozentuale Anteil aller Maschenöffnungen an der gesamten Siebfläche bezeichnet. Dieser Parameter kann mit Hilfe der Mesh-Nummer und dem Drahtdurchmesser berechnet werden. Über diese beiden Informationen ist es möglich, die Maschenweite und die offene Siebfläche für jede vorhandene Gewebefeinheit zu berechnen.
Eine einfachere Handhabung ermöglicht die folgende Tabelle, welche die offene Siebfläche und das Verhältnis von Maschenweite zu Drahtdurchmesser für jede Mesh-Nummer enthält.
I.S.W.G.Im Angelsächsischem Bereich wird die Drahtdicke nicht durch den Drahtdurchmesser ausgedrückt, sondern in Form des I.S.W.G.-Codes. Andere Synonyme für diesen Code sind S.W.G. oder B.W.G.
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