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Toxizität spezifischer Ionen (meq/L) |
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| Bor | Chlor | Natrium | |
| keine | < 1 | 1 – 3 | > 3 |
| niedrige oder mässige | < 4 | 4 – 10 | > 10 |
| schwere | < 3 | 3 – 9 | > 9 |
Quelle: Robert Morris and Dr. Dale Devitt, "Sampling and inter-
pretation of landscape irrigation water", University of Nevada
Bor kann schon bei geringeren Konzentrationen toxisch sein. Eine Konzentration
von Bor < 1 mg/l ist essentiell für die Entwicklung der Pflanzen, höhere Werte
jedoch können Probleme bei empfindlichen Pflanzen
verursachen. Die meisten Pflanzenarten zeigen eine toxische Wirkung auf Borkonzentrationen
von über 2mg/l.
Die Hauptquelle des anthropogenen Bors liegt in Haushaltsabwässern
(im Durchschnitt 1mg/l). Die Ursachen sind das Verwenden von
Bleichmitteln beim Waschen, wie z.B. das Nutzen von Perborat. Bor kommt im Abwasser in trocknen
Ländern und bei aufkonzentriertem Abwasser in Konzentrationen bis 5mg/l
vor. Wasser- und Bodenuntersuchungen
können toxische Bestandteile ausfindig machen.
Relative Toleranz verschiedener Kulturpflanzen gegenüber Bor:
| Toleranz* | Konzentration von Bor im Bodenwasser (mg/L) | Kulturpflanzen |
| sehr empfindsam | <0.5 | Brombeere |
| empfindsam | 0.5-1.0 | Pfirsich, Kirsche, Pflaumen, Traube, Zwiebel, Knoblauch, Kartoffel, Weizen,Gerste, Sonnenblume, Sesam, Erdbeere |
| mäßig empfindsam | 1.0-2.0 | Roter Paprika, Erbse, Möhre, Rettich, Kartoffel, Gurke |
| mäßig tolerant | 2.0-4.0 | Kopfsalat, Kohl, Stangensellerie, Rübe, Hafer, Getreide, Artischocke, Tabak, Senf, Kürbis |
| tolerant | 4.0-6.0 | Tomate,Bastardluzerne, Lilie, Pertersilie, Zuckerrübe |
| sehr tolerant | 6.0-15.0 | Spargel |
Relative Toleranz verschiedener Kultrupflanzen gegenüber Chlor:
| Sensitivität | Chlor(mg/L) | Kulturpflanzen |
| empfindsam | <178 | Mandel, Aprikose, Pflaume |
| mäßig empfindsam | 178-355 | Traube, Pfeffer, Kartoffel, Tomate |
| mäßig tolerant | 355-710 | Bastardluzerne, Gerste, Getreide, Gurke |
| tolerant | >710 | Blumenkohl, Baumwolle, Färberdiestel, Sesam, Zuckerrübe, Sonnenblume |
Quelle: Auszug aus "the Australian Water Quality Guidelines for Fresh & Marine Waters (ANZECC)"
· *Toleranz variiert mit Klima, Bodenbedingungen
und Pflanzensorte
Spurenelemente sind chemische Verbindungen, die in geringeren Mengen für das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen und Tieren benötigt werden.
Glücklicherweise enhalten die meisten Bewässerungsswässer und Abwässer
geringe Konzentration von Spurenelementen, die kein Risiko
bei der Bewässerung mit recyceltem Wasser darstellen.
Jedoch mehr als 85% der aufgebrachten
Spurenelemente neigen dazu, sich im Boden zu akkumulieren. Sie
können bis zum Grundwasser durchsickern und Verunreinigungen
verursachen. Die Toxizitätsgrenze ist von der Pflanzensorte
abhängig. Fluorid im Bewässerungswasser kann z.B. schon in niedrigen Konzentrationen
toxisch für Zimmerpflanzen sein, wie z.B. Dracaena.
Ebenso wird die Toxizitätsgrenze durch die Bodenart beeinflusst. Wenn
ein
Element aus dem Bewässerungswasser dem Boden zugeführt wird, so kann es entweder durch chemische Reaktionen inaktiviert werden oder
sich im Boden ablagern und bis zu
toxischen Konzentrationen akkumulieren. Manche Bodenstrukturen
jedoch speichern Elemente und machen sie für die verfügbar.
Das Bewässerungssystem kann ebenso die Absportion der Spurenelemente in
den Pflanzen beeinflussen. So führen Berieselungsanlagen beispielsweise
zu einem erhöhtem Risiko von Absorption toxischer Elemente
durch die Blätter.
| Element | langfristige Nutzung | kurzfristige Nutzung |
| Aluminium | 1000 | 20.00 |
| Arsen | 1000 | 10.00 |
| Kadmium | 0.005 | 0.05 |
| Chrom | 5.000 | 20.00 |
| Kobalt | 0.200 | 10.00 |
| Kupfer | 0.200 | 5.00 |
| Fluor | 1.000 | 15.00 |
| Eisen | 5.000 | 20.00 |
| Blei | 5.000 | 10.00 |
| Mangan | 2.000 | 20.00 |
| Nickel | 0.500 | 2.00 |
| Selen | 0.050 | 0.05 |
Quelle: Auszug aus "The Australian Water Quality Guidelines for Fresh & Marine Waters (ANZECC)"
Freies Chlor (CL2) ist ein sehr reaktionsfreudiges und unstabiles
Element im
Wasser. Hohe Konzentrationen von Chlor, die in Speichertanks gelagert
werden, reagieren und zerfallen sehr schnell. Eine Restkonzentration von
freiem Chlor unter 1 mg/l führt nicht mehr zu einer starken
Beeinflussung auf das Blattwerk.
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