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AsbestAsbest
kommt von “Asbestose” aus dem griechischen und steht für unverwüstlich.
Es steht allgemein für natürliche Mineralfasern die sich in zwei Gruppen
unterteilen lassen: Serpentine
(Chrysoltile) (Serpentin- oder Chrysotil-Asbest: Mg6[(OH)8/Si4O10])
und Amphibole (Krokydolithe)
(Krokydolithe: Ca2(Mg,Fe)5[(OH)2/Si8O22])),
wobei die Amphibole vier Untergruppen (Anthophyllit: (MgFe)7[(OH)2/Si8O22]),
Amosit: (Fe7[(OH)2/Si8O22]),
Tremolit und Aktinolith: Asbest ist ein vielseitig einsetzbarer Stoff, der auf Grund seiner Hitzebeständigkeit bis zu 1000ºC und seiner schlechten Leitfähigkeit von Wärme und Schall in den 60er und 70er Jahren gerne und in unterschiedlichen Bereichen verwendet wurde. Asbestfasern lassen sich ausserdem verspinnen, so dass die Anwendung besonders einfach ist. Asbestfasern sehen unter dem Elektronenmikroskop wie kleine Röhren aus. Die Eigenschaft, dass die Fasern innen hohl sind, macht das Material zu einem so guten Isolator, da der Luftaustausch nur sehr langsam erfolgt. Um das Zustandekommen der Faserform zu erklären wird hier das Beispiel von Serpentin benutzt. Die Asbestfaser ist eigentlich eine aufgerollte Matte. Auf einer Seite der “Matte” sind die Atome in einer Oktaederschicht, auf der anderen Seite als Tetraederschicht angeordnet. Diese beiden Schichten würden übereinander passen, aber die in der Oktaederschicht eingebauten Magnesiumatome sind ein kleines Bischen größer als die in der Tertraederschicht eingebauten Siliziumatome. Dadurch ist die Oktaederseite etwas “gestreckter” als die Tetraederseite, es kommt zu einer Krümmung und zum Aufrollen der “Matte”. Die unterschiedlichen Asbeste haben verschiedene und eine unterschiedliche Anzahl Atome in den zwei Schichten. So wurde Asbest beim Hausbau als Isolationsmaterial in Plattenform (Dämmplatten), als Spritzasbest (90% lose gebundene Asbestfaser und 10% Bindemittel) und als Asbestzement (90% Zement und 10% fest gebundene Asbestfasern (unter dem Handelsnamen “Eterntit” in den Handel gekommen)) verwendet. Dabei werden Spritzasbest und Asbestzement oft gleichgestellt oder verwechselt, obwohl die im Spritzzement enthaltenen Fasern wesentlich leichter in die Umgebungsluft gelangen können und somit zu einer Gefahr werden. Auf Grund der Hitzebeständigkeit der Fasern wurde Asbest zum Beispiel zur Isolierung von Heizungsrohren, in Bremsbelegen und für feuerfeste Anzüge benutzt. Asbest ist aber auch, auf Grund seiner chemischen Resistenz, als Filtermaterial eingesetzt worden. Als Fasern gelten Partikel mit einer Länge >5 µm, einem Durchmesser <3 µm und einem Länge-Durchmesser-Verhältnis > 3:1. Asbestfasern sind für den Menschen gefährlich, da sie in bestimmten Längen-/ Durchmesserverhältnissen “Lungengängig” sind, d.h. das sie als Faser oder “Staub” über die Atmung bis in die Lungenbläschen gelangen, aber nicht wieder ausgeatmet werden, da sie sich dort “verkannten”. Es wird vermutet, dass die Fasern durch ihre geringen Abmessungen direkte Schäden an den Chromosomen verursachen können. Bei einer Latenzzeit
zwischen 10 und 40 Jahren können Asbestfasern zu einem Mesotheliom
(Asbestkrebs) des Rippen- und/ oder Bauchfells und/ oder des Pericards führen.
Da die Latenzzeit sehr lang ist, sind genaue Aussagen über die Häufigkeit
und Dauer der Asbestfaserexposition die zu Erkrankungen führt, schwierig zu
machen. Trotzdem sind sich Experten einig, dass theoretisch eine einzelne
lungengängige Faser Krebs auslösen könnte. Sicher sind sich Experten
auch, dass Rauchen das Risiko einer Erkrankung wesentlich erhöht.
Links: http://www.asbestopfer.ch/0189fc92090cef34e/0189fc920c1357b06/0189fc922b11f787d/index.html |
Chrysoltile
Krokydolith
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